Diagnostik und Behandlung
Immer noch gehen viele Menschen davon aus, dass der zunehmende Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Verwirrtheit und Orientierungsstörungen normale altersbedingte Vorgänge sind. Es kann sich hierbei jedoch um eine behandlungsbedürftige Krankheit handeln. Eine Demenz kann viele verschiedene Ursachen haben. So kann eine Demenz vom Typ Alzheimer oder eine vaskuläre Demenz (Durchblutungsstörung des Gehirns) vorliegen. Aber auch Hirnverletzungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Depressionen, Arzneistoffe und Vergiftungen können ähnliche Symptome auslösen.
Es ist sehr wichtig mit einer genauen Diagnostik die Ursachen herauszufinden. Nur dann kann eine wirkungsvolle Behandlung eingeleitet werden. Für viele Formen der Demenz gibt es trotz großer Anstrengungen in der Forschung noch keine Medikamente, die die Erkrankung heilen können. Aber bei einer frühen Diagnose ist es oft möglich, mit Medikamenten und guter Betreuung das Fortschreiten der Erkrankung deutlich aufzuhalten und damit länger ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht eine rechtzeitige Intervention. Deshalb ist es sehr sinnvoll, bei Verdacht auf den Beginn einer demenziellen Erkrankung spezifische Untersuchungs- und Behandlungsangebote in Anspruch zu nehmen. Bei den ersten Anzeichen einer Demenz sollten Sie oder Ihre Angehörigen den Hausarzt informieren. Er kann Sie zu niedergelassenen Fachärzten, speziellen Gedächtnis-Ambulanzen und Fachkliniken überweisen. Den Haus- und Facharzt bzw. Psychotherapeuten in Ihrer Nähe finden Sie im Internet unter www.kvhessen.de über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Broschüre Demenz – Angebote für Betroffene und deren Angehörige ab Seite 81.
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