Wissenschaft
Die wissenschaftliche Begleitung des Forum Demenz Wiesbaden wird in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg durchgeführt. Verantwortliche wissenschaftliche Mitarbeiterin ist Petra Schönemann-Gieck.
Neben der beratenden Projektmitarbeit liegt ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Begleitung in der Analyse der aktuellen Versorgungssituation im Bereich Demenz als Grundlage für die Maßnahmenplanung im Forum Demenz Wiesbaden.
Untersuchung zur Inanspruchnahme von nichtpharmakologischen Hilfe- und Unterstützungsleistungen bei Demenz
Kontakt: Petra Schönemann-Gieck (Studienleitung)
Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg
Bergheimer Strasse 20
69115 Heidelberg
Tel.: +49 (0) 6221 54 81 75
Mail: Petra.Schoenemann@gero.uni-heidelberg.de
Mitarbeit:
Dr. Sonja Ehret
Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg
Ulrike Granzin & Birgit Haas
Amt für Soziale Arbeit, Abteilung Altenarbeit, Wiesbaden
Antragstellung: Johannes Weber
Amt für Soziale Arbeit, Abteilung Altenarbeit, Wiesbaden
Finanzierung: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Verbände der Pflegekassen, Hans und Ilse Breuer Stiftung
Hintergrund der Studie
Vor dem Hintergrund ihres Auftrags zur Daseinsvorsorge haben Kommunen die Aufgabe, für adäquate Versorgungsstrukturen für ihre Bürger zu sorgen und zudem dafür Sorge zu tragen, dass diese Einrichtungen und Hilfen auch in Anspruch genommen werden (können).
Der Pflegebericht der Stadt Wiesbaden prognostiziert einen Anstieg von z. Zt. 3.900 Menschen mit einer mittelschweren und schweren Demenzerkrankung auf 4.300 in 2020. Vor dem Hintergrund des daraus resultierenden stetig steigenden und sich verändernden Bedarfs in der Versorgung demenzkranker Menschen wurde in Wiesbaden in 2007 das Forum Demenz Wiesbaden gegründet, mit der Zielsetzung, die Lebensbedingungen der Erkrankten und der sie Pflegenden zu verbessern sowie die Begleitumstände der Erkrankung erträglicher zu machen.
Zielsetzung der Studie
Das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg erhielt 2008 den Auftrag, die bestehende Angebotsstruktur Wiesbadens im ambulanten und teilstationären Sektor zu beschreiben und mögliche Schwachstellen herauszuarbeiten, die einer Inanspruchnahme ambulanter und teilstationärer Versorgungsangebote entgegenstehen.
Methodisches Vorgehen
Die Erarbeitung der Fragestellungen orientiert sich an drei empirischen Studienteilen.
Studienteil A Systematische Literaturanalyse zum Thema nichtpharmakologische Demenzversorgung zu Hause lebender Menschen
Studienteil B Befragung der Anbieter lokaler ambulanter und teilstationärer Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Herausarbeitung bestehender Zugangsbarrieren
Studienteil C Befragung demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen zur subjektiven Bedarfslage und Nutzerverhalten
Ergebnisse
Die Überprüfung der einschlägigen Datenbanken wurde im September 2009 abgeschlossen. Die Analyse des Materials deutet darauf hin, dass systematische Studien zur Inanspruchnahme von Hilfe- und Unterstützungsleistungen bei Demenz bisher im deutschsprachigen Raum noch nicht publiziert sind.
Die Befragung der Anbieter von Versorgungsleistungen und Hausärzten in Studienteil B wurde im Juni 2009 beendet und wird zurzeit ausgewertet.
Die aufwändige qualitative Untersuchung der Nutzer, also der von Demenz betroffenen Menschen wird demnächst abgeschlossen sein.